Die Vielfalt der Reinstoffe (Elemente und Verbindungen) und ihre Eigenschaften lassen sich durch die Struktur ihrer kleinsten Teilchen erklären. Mit Ausnahme der Edelgase, die natürlicherweise einatomig vorkommen, bestehen die Bausteine der Stoffe aus größeren Aggregaten, in denen einzelne Atome durch chemische Bindungen miteinander verknüpft sind. Die Art der chemischen Verbindung ist dabei von der Atomsorte und den Bindungspartnern abhängig. Für die Ausbildung einer Bindung sind nur die Außenelektronen der Atome maßgebend, da nur sie einen Einfluss auf die Bildung einer chemischen Bindung haben. Durch die chemischen Bindungen allein sind viele Stoffeigenschaften v. a. der Molekülverbindungen nicht zu erklären. Zusätzlich werden Kräfte zwischen den Molekülen, sogenannte zwischenmolekulare Wechselwirkungen wirksam, auf die die besonderen Eigen-schaften z. B. von Wasser oder Kunststoffen zurückzuführen sind. Die chemischen Bindungsmodelle sind zentraler Bestandteil des Basiskonzepts "Stoff-Teilchen" und bilden die Grundlage für die Erklärung der unterschiedlichen Stoffeigenschaften von Metallen, Salzen und Molekülverbindungen. Zur Systematisierung der Bindungstypen bietet es sich an, diese Ihren Schülern gegenüberzustellen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und den Zusammenhang zwischen chemischer Bindung und Stoffeigenschaft aufzuzeigen.
Leseprobe ansehenGymnasium
Chemie
7. bis 10. Klasse
4 - 6 Unterrichtsstunden
digitaler Beitrag

