Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg - Ist das fair?

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

Grundschule

Grundschule

3. | 4. Klasse

4 - 5 Unterrichtsstunden

Beschreibung

Neid ist ein Gefühl, das wir alle nur zu gut kennen. In dieser Unterrichtseinheit vollziehen die Schülerinnen und Schüler das Phänomen anhand des Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg nach. Sie erfahren, dass Neid allgegenwärtig ist, nehmen wahr, wie es sich anfühlt, neidisch zu sein, und reflektieren ihre eigene Einstellung dazu. Sie setzen sich mit ihrem Gerechtigkeitsempfinden auseinander. und überlegen, wie sie sich selbst fair und gerecht verhalten können.
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# Religion
# Zusammenleben
# Konfliktlösung
# Gerechtigkeit
# Neid
# Empathie

Kompetenzen

Klassenstufen:3 und 4
Dauer:ca. 5 Unterrichtsstunden
Kompetenzen:Ein Gleichnis deuten können, Empathiefähigkeit entwickeln, Sozial- und Personalkompetenz
Thematische Bereiche:Zusammenleben, Konfliktlösung, Gerechtigkeit, Neid, Empathie
Medien:Arbeitsblätter, Texte, Bilder

Inhaltsangabe

1./2. Stunde

Thema:Die Arbeiter im Weinberg – Das Gleichnis kennenlernen
Einstieg:L zeigt den SuS das Bild eines Weinbergs (siehe M 1) und fragt sie, ob sie wissen, was es dort zu tun gibt.
M 1 (BK)Arbeit im Weinberg
Anschließend leitet L über und erläutert, dass es in der folgenden Geschichte aus der Bibel um einen Weinberg und die Arbeit dort geht.
M 2 (TX)Die Geschichte von den Arbeitern im Weinberg / Vorlesen des Gleichnisses und anschließende Besprechung.
Impulsfragen:
  • Was macht der Weinbergbesitzer auf dem Marktplatz?
  • Warum beginnen die Männer zu unterschiedlichen Zeiten mit der Arbeit?
  • Weshalb sind einige Arbeiter am Ende des Tages sauer auf den Weinbergbesitzer? Kannst du die Reaktion der Männer verstehen?
Hauptteil:Die SuS teilen sich in drei Gruppen ein und entwickeln ein Rollenspiel.
  • Gruppe 1: Arbeiter, die früh morgens angefangen haben.
  • Gruppe 2: Arbeiter, die später dazukamen.
  • Gruppe 3: Arbeiter, die kurz vor Ende noch dazukamen.
Die verschiedenen Gruppen sollen sich Argumente für ihre Position überlegen, die sie später den anderen darlegen.Tipp: Die Gruppen machen sich Notizen zu ihren Standpunkten.
M 3 (RT)Ein Suchsel zum Gleichnis / Schnell arbeitende Gruppen lösen das Suchsel.
Abschluss:Die Gruppen tragen sich gegenseitig ihre Argumente vor und versuchen, die Perspektiven der anderen einzunehmen.
L erläutert abschließend: „Der Weinbergbesitzer stellt in der Geschichte Gott dar. Die Geschichte will uns zeigen, dass Gott uns nicht nach unserer Leistung beurteilt, sonden sieht, was jeder von uns zum Leben braucht.“
Benötigt:1 Dokumentenkamera o. Ä., ggf. Notizzettel und Stifte für das Rollenspiel

3./4. Stunde

Thema:Neid gibt es überall – Konstruktiver Umgang mit Neid
Einstieg:L fragt die SuS, ob sie schon einmal neidisch waren. Wer möchte, darf eine Situation schildern.
Hauptteil:Die folgenden Materialien können in Form einer Lerntheke angeboten werden. Die SuS dürfen sich die Reihenfolge und den Umfang der Aufgaben selbst aussuchen.
M 4 (AB)Neid gibt es überall / Die SuS entwirren Bandwurmsätze. Anschließend tauschen sie sich zu zweit aus, was die Geschichten mit dem Gleichnis der Arbeiter im Weinberg zu tun haben. (In allen Geschichten geht es um Neid und um das Empfinden von ungerechter Behandlung.)
M 5 (AB)Wie fühlt sich Neid an? / Die SuS finden passende Wörter.
M 6 (AB)Wie sieht Neid aus? / Die SuS malen ein Bild, das für sie zu Neid passt.
M 7 (AB)Sind wir nicht alle ein bisschen neidisch? / Die SuS schreiben eine kurze Geschichte oder malen einen Comic.
Abschluss:Präsentieren der Ergebnisse und Reflexion zur Stunde: „Neid ist kein angenehmes Gefühl. Wir sollten uns nicht immer mit anderen vergleichen, sondern dankbar sein für das, was wir können und haben.“
Benötigt:Buntstifte

5. Stunde

Thema:Was können wir zu mehr Gerechtigkeit beitragen? – Die eigene Einstellung reflektieren
Einstieg:L ruft den SuS nochmals das Gleichnis aus der ersten Stunde in Erinnerung.
Hauptteil:
M 8 (AB)Anderen etwas gönnen können / Die SuS schreiben ein eigenes Ende zum Gleichnis.
Abschluss:Die SuS tragen ihre Ergebnisse vor und diskutieren darüber.
Gemeinsam wird überlegt, wie das Gleichnis auf die heutige Zeit übertragen werden könnte – wie also eine gerechte Welt auch für die SuS aussehen könnte (z. B. Fairplay im Sport, ermäßigte Eintritte für sozial schwache Familien, Beachtung und Wertschätzung des individuellen Lernerfolgs usw.).Die Ideensammlung der SuS kann auf einem Plakat festgehalten und im Klassenzimmer aufgehängt werden.
Benötigt:ggf. 1 großer Bogen Tonpapier, dicke Stifte

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