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Ethik und Feminismus - Gender Pay Gap, Trad Wives, Mental Load und Equal Care in unserer Gesellschaft

Ethik und Feminismus
Feminismus betrifft nicht nur die Gleichheit zwischen Frauen und Männern. Es geht auch um die Gleichberechtigung von Menschen. Jüngste Entwicklungen führen zu Rückschritten des Feminismus weltweit, auch in Deutschland. Diese Einheit greift den Feminismus aus einer ethischen Perspektive auf und untersucht die Bewegung systematisch. Dabei werden aktuelle Themenfelder wie die Problematik der gender pay gap, das Phänomen der Trad Wives und die Rolle von Mental Load und Equal Care in unserer Gesellschaft beleuchtet. Ziel der Einheit ist es, eine Brücke zu schlagen zwischen den historischen Errungenschaften der feministischen Bewegungen und den aktuellen feministischen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Die Schüler*innen sollen im Rahmen dieser Auseinandersetzung dazu befähigt werden, ein eigenes wissenschaftliches Projekt im Themenbereich Feminismus zu bearbeiten, das zur Leistungsfestellung dient.
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Gymnasium

Ethik / Philosophie

11. | 12. Klasse

15 Unterrichtsstunden

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Kompetenzen

Klassenstufe:11/12
Dauer:15 Stunden
Kompetenzen:Argumentationen in Texten analysieren; Perspektivenwechsel üben; sich in Kontroversen begründet positionieren; Medien kritisch reflektieren; Informationen recherchieren, aufbereiten und präsentieren; ein Projekt planen und umsetzen
Thematische Bereiche:Feminismus, Frauenemanzipation aus historischer Perspektive
Medien:Arbeitsblätter, Links, Datenbanken

Inhaltsangabe

1. Stunde

Thema:Was ist Feminismus?
M 1Eine Betrachtung der Geschlechter unter dem „Schleier des Nichtwissens“
Inhalt:Rawls Gedankenexperiment vom „Schleier des Nichtwissens“ lädt ein, strukturelle Geschlechterungleichheiten in unserer Gesellschaft zu analysieren. Darauf aufbauend entwickeln die Lernenden Grundregeln für eine geschlechtergerechte Gesellschaft.

2./3. Stunde

Thema:Geschichte des Feminismus I
M 2Frauengeschichte(n)? – Gleiche Rechte für alle Menschen?
Inhalt:Obwohl weiblich gelesene Personen immer am Verlauf der Geschichte beteiligt waren, ist das historische Narrativ in der Regel männlich. Wie hat sich der Feminismus in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt? Und wieso spielt das für die Deutung historischer Vorgänge eine Rolle?

4. Stunde

Thema:Geschichte des Feminismus II
M 3Ein Feminismus für alle? – Ein Mystery
Inhalt:Die Lernenden erhalten Einblick in die historisch gewachsene, strukturelle Benachteiligung von Frauen und damit verbundene feministische Forderungen. Bezugnehmend auf die vorherige Stunde setzen sie sich mit Geschichte als Konstrukt und Erzählung der großen Akteure auseinander.

5. Stunde

Thema:Simone de Beauvoir: „Das andere Geschlecht“
M 4Was heißt es, Frau zu sein? – Simone de Beauvoir über die gesellschaftliche Konstruktion von Weiblichkeit
Inhalt:Sind Geschlechterrollen sozial konstruiert? Die Lernenden positionieren sich auf einer Meinungslinie. Anhand eines Textauszugs von Simone de Beauvoir reflektieren sie die Aktualität dieser Frage.

6. Stunde

Thema:Frauenbilder in den Medien
M 5„Sex sells?“ – Frauenkörper in Werbung und Medien
Inhalt:Wie werden Frauenbilder in den Medien dargestellt? Die Lernenden reflektieren stereotype Rollenerwartungen in Medien und Werbung.

7./8. Stunde

Thema:Equal Care und Mental Load
M 6Equal Care und Mental Load – Eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit?
M 7Interviews führen und auswerten – Wie geht das?
Inhalt:Sind Care-Arbeit und Mental Load in unserer Gesellschaft gerecht verteilt? Ein Erfahrungsbericht lädt zur Diskussion ein. Die Lernenden führen mithilfe von Interviews eine Datenerhebung durch.

9./10. Stunde

Thema:Der ökonomische Status der Frau – Gender-Pay-Gap
M 8Gender-Pay-Gap – Gleiche Arbeit, weniger Lohn?
M 9Von Teilzeit bis Trennwand – Wie Strukturen den Lohn von Frauen beeinflussen
M 10Lohngerechtigkeit im Arbeitsleben – Ein Rollenspiel zum Gender-Pay-Gap
Inhalt:Die Lernenden werten die zuvor geführten Interviews aus und beschäftigen sich mit dem Gender-Pay-Gap und dessen strukturellen Ursachen. Ihr Wissen erproben sie im Rollenspiel.

11./12. Stunde

Thema:Die Ehe, ein veraltetes Modell? – Feministische Kritik an einer Institution
M 11Simone de Beauvoirs Kritik an der Institution Ehe – Berechtigt?
M 12Ehegattensplitting – Wer profitiert, wer verliert?
M 13Wer zahlt was? – Wege zu mehr Gleichberechtigung in Partnerschaften
Inhalt:Sind Eheleute finanziell gleichberechtigt? Die Lernenden nehmen das aktuell zur Diskussion stehende Steuermodell des Ehegattensplittings in den Blick. Sie diskutieren unterschiedliche Modelle der finanziellen Aufteilung in Partnerschaften und entwickeln eigene Vorstellungen einer fairen Aufteilung der Finanzen in Beziehungen.

13. Stunde

ThemaKann ich als Feministin eine Tradwife sein?
M 14Tradwives – Selbstbestimmte Entscheidung oder Backlash gegen den Feminismus?
InhaltEin Werbeclip aus den 50er-Jahren lädt ein, sich mit dem Phänomen der Tradwives auseinanderzusetzen. Untersucht werden die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen des Trends und die Frage, ob der Trend einen Backlash des Feminismus darstellt.

14. Stunde

ThemaEinführung in das wissenschaftliche Arbeiten I
M 15Mein Projekt – Vom Thema zum umsetzbaren Projekt
Inhalt:Die Lernenden entwickeln ein umsetzbares Projekt, das einen Beitrag zur Sichtbarmachung oder Veränderung von Geschlechterrollen leistet. Sie formulieren ein SMART-Ziel, planen konkrete Schritte und legen Erfolgskriterien sowie mögliche Risiken fest. Abschließend pitchen sie ihre Projektidee und erhalten Peer-Feedback.

15. Stunde

ThemaEinführung in das wissenschaftliche Arbeiten II
ZM 1Wissenschaftliches Arbeiten – So geht’s!
Inhalt:ZM 1 führt in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens ein. Die Lernenden unterscheiden wahre von unwahren Aussagen, recherchieren in Datenbanken und üben korrektes Zitieren. Sie bauen methodische Kompetenzen für die eigenständige Projektarbeit auf. Die Materialien sowie die Hinweise und Lösungen dazu stehen zum Download bereit.
Benötigt:internetfähige Geräte

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