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Französisch
5. | 6. | 7. Lernjahr
11 - 12 Unterrichtsstunden
05.12.2007
digitaler Beitrag
Beschreibung
In seinem Stück „Rhinocéros“ stellt Ionesco ein Paradoxon auf: Nur derjenige, der von Selbstzweifeln geplagt wird, entwickelt am Ende die Kraft, ganz Mensch zu bleiben. Alle in ihren Prinzipien gefestigten Menschen hingegen verwandeln sich in uniformisierte Monster. Die Figur des Bérenger, der als einziger nicht dem Massenwahn verfällt, wirft eine philosophische Frage auf, die gerade bei Jugendlichen in der Selbstfindungsphase auf Widerhall stößt: Wie können sich Selbstzweifel in Stärke verwandeln? Warum kann freies Denken eine sicherere Warte darstellen als ein System mit festen Antworten? Eine genaue Textarbeit gepaart mit szenischem Lesen und Theaterimprovisationen macht die Sprachmechanismen sichtbar, mit denen Ionesco die Scheuklappen jedes Systemdenkens entlarvt. Mit einem Sprachwitz, der jedes Systemdenken in Zweifel zieht, stellt Eugène Ionesco in seinem Stück "Rhinocéros" ein Paradoxon auf: Nur derjenige, der seinen Platz in der Gesellschaft nicht gefunden hat und von Selbstzweifeln geplagt wird, entwickelt am Ende die Kraft, ganz Mensch zu bleiben, während alle in ihren Prinzipien gefestigten Menschen um ihn herum sich einer nach dem anderen in uniformisierte Monster verwandeln. Während die Verwandlung der Menschen in Nashörner als Parabel zur Geschichte des 20. Jahrhunderts gelesen werden kann, wirft die Figur des Bérenger, der als einziger nicht dem Massenwahn verfällt, eine philosophische Frage auf, die gerade bei Jugendlichen in der Selbstfindungsphase auf Widerhall stößt: Warum erweist sich gerade derjenige, dem sein Menschsein zur Last fällt, als der Widerstandsfähigste? Wie können sich seine Selbstzweifel in Stärke verwandeln? Warum kann freies Denken eine sicherere Warte darstellen als ein System mit festen Antworten?
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