Linguistic Landscape - Sprache, Schrift und Zeichen im öffentlichen Raum

Linguistic Landscape

Gymnasium | Mittlere Schulformen

Deutsch

11. | 12. | 13. Klasse

9 - 10 Unterrichtsstunden

Beschreibung

Wir sind jeden Tag von einer Vielzahl sprachlicher und grafischer Zeichen im öffentlichen Raum umgeben. Neben Verkehrsschildern, von denen es in einer mittelgroßen Stadt etwa 60.000 gibt, zählen dazu auch Plakate, Straßennamen, Graffiti oder Werbeschriftzüge. Diese Zeichen dienen einerseits der Orientierung, Sicherheit und Erinnerung. Andererseits zeigen sie auch Machtverhältnisse und Zugehörigkeit, demonstrieren Abgrenzung und Ausgrenzung. Dies sind Themen der Forschungsrichtung „Linguistic Landscape“, mit denen sich Ihre Lernenden in dieser Einheit im Rahmen der Sprachreflexion auseinandersetzen.
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# Semiotik
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# Stolpersteine
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# Zeichen

Kompetenzen

Klassenstufe:Sek II
Dauer:8–10 Unterrichtsstunden
Inhalt:Semiotik, Icon, Symbol, Appell-, Informations-, Selbstdarstellungs- und Beziehungsfunktion, Straßennamen, Graffiti, Streetart, Stolpersteine, defensive Architektur
Kompetenzen:1. Sprache und Sprachgebrauch reflektieren: sprachliche Erscheinungen im öffentlichen Raum verstehen und die Signale, die von ihnen ausgehen, interpretieren; im projektorientierten Unterricht zur eigenen semiotischen Umwelt recherchieren und diese analysieren

Inhaltsangabe

1./2. Stunde

Thema:Linguistic Landscape – Von der ersten Begegnung zur klärenden Systematik
M 1Was ist Linguistic Landscape? – An Beispielen erläutert / konkrete Beispiele für Linguistic Landscape kennenlernen und eine Definition formulieren
M 2Was ist Linguistic Landscape? – Systematischer Zugriff / zentrale Begriffe erläutern und ordnen
M 3Linguistic Landscape-Lupe 1 – Straßen und ihre Namen / Funktion von Straßennamen reflektieren und auf die eigene Umgebung transferieren
Hausaufgabe:Eigene Erkundung von Straßennamen oder Behördenschildern
Benötigt:
  • digitale Endgeräte und Internetzugang

3.–5. Stunde

Thema:Linguistic Landscape – Ergebnisse semiotischer Studien erkunden
M 4Linguistic Landscape-Lupe 2 – Graffiti ist (nicht) nur Schmiererei? / Aussagen zur Funktion von Graffiti prüfen und diskutieren
M 5Linguistic Landscape-Lupe 3 – Aphrodisias: Graffiti gab es schon in der Antike / antike Inschriften analysieren und mit heutigen vergleichen
M 6Linguistic Landscape Lupe 4 – „Randgrammatik auf Schildern“ / nominalisierte Konstruktionen und deontische Infinitive untersuchen
M 7Linguistic Landscape-Lupe 5 – Japan und Deutschland im Vergleich / Bild-Text-Kombinationen untersuchen
M 8Linguistic Landscape-Lupe 6 – Sprachlandschaft in Pandemiezeiten / Amateurisierung der semiotischen Regulation verstehen
M 9Linguistic Landscape-Lupe 7 – Defensive Architektur ist aggressiv / Integration und Ausgrenzung von architektonischen Entscheidungen erkennen und diskutieren
M 10Linguistic Landscape-Lupe 8 – Stolpersteine / Sozialverhalten an einem Mahnmal untersuchen
Hausaufgabe:Eigene Beobachtungen zum Verhalten bei Stolpersteinen anstellen und dokumentieren
Benötigt:
  • digitale Endgeräte und Internetzugang

6./7. Stunde

Thema:Linguistic Landscape – Wie verstehen Sie die Zeichen?
M 11Linguistic Landscape-Splitter 1 – Streetart / Minipanoramen im öffentlichen Raum kennenlernen
M 12Linguistic Landscape-Splitter 2 – Verhalten und Verfall / Experimente zur Verwahrlosung im öffentlichen Raum analysieren
M 13Linguistic Landscape-Splitter 3 – Eine lesende Statue sorgt für Ärger / die Reaktionen auf eine d’Annunzio-Statue in Triest analysieren
M 14Linguistic Landscape-Splitter 4 – Semiotik und Architektur / die skulpturale Architektur einer Wallfahrtskirche interpretieren
M 15Linguistic Landscape-Splitter 5 – (K)eine Straße für Carl Schurz / die Diskussion zu einem vermeintlichen Vorreiter der Demokratie analysieren und selbst Stellung beziehen
Hausaufgabe:M 16 und M 17
Benötigt:
  • digitale Endgeräte und Internetzugang

8./9. Stunde

Thema:Linguistic Landscape – Wir machen uns auf die Suche
M 16Linguistic Landscape-Labor 1 digital – ACAB KSC / zu einem beleidigenden Akronym recherchieren, das sich nicht nur im Umfeld von Fußballstadien findet
M 17Linguistic Landscape-Labor 2 digital – Was steht denn da in Renchen? / ein Denkmal mit einem irritierenden Text untersuchen und den historischen Hintergrund freilegen
M 18Linguistic Landscape-Labor konkret – Zeichen im eigenen Umfeld / Ideen für weitere eigene Untersuchungen sammeln
Benötigt:
  • digitale Endgeräte und Internetzugang

LEK

Thema:Linguistic Landscape – Wände in der Stadt einst und heute

Minimalplan

Die Einheit kann auch mit M 2 zur Systematik von Linguistic Landscape eröffnet werden, an die sich dann die Lupe-Materialien (M 4–M 10) anschließen. Diese Lupenmaterialien können dann Anregungen für eigene Recherchen im näheren und weiteren Umfeld sein.

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