Gymnasium
Ethik / Philosophie
11. | 12. Klasse
13 Unterrichtsstunden
11.12.2013
digitaler Beitrag
Beschreibung
Wie stehen wir zu Macht und Autorität nach den erschütternden totalitären Erfahrungen des 20. Jahrhunderts? Wie sollen wir mit Gewalt umgehen angesichts der immensen Zerstörungskraft moderner Waffen? Wie sieht ein friedliches, aber machtvolles politisches Gemeinwesen aus, in dem es sich gut leben lässt? Hannah Arendt war eine scharfsinnige Analytikerin der politischen Tradition und der Gegenwart, in der sie sich bewegte. In ihrem Text „Macht und Gewalt“ stellt sie sich ähnliche Fragen wie die protestierenden Studenten der 68er-Bewegung, kommt jedoch zu völlig anderen Antworten. Im Rahmen der vorliegenden Unterrichtseinheit, erschienen in RAAbits Ethik/Philosophie, lernen die Schülerinnen und Schüler Hannah Arendt als Philosophin kennen, die sich mit Fragen des Umgangs mit NS-Verbrechern ebenso beschäftigte wie mit der Black-Power-Bewegung und den 68er-Protesten. Erarbeitet werden zunächst der Macht- und Gewaltbegriff der Vordenker der 68er-Bewegung. Anschließend stehen Arendts „neue“ Begriffsbestimmungen im Zentrum. Diese werden erarbeitet, in simulierten Szenarien angewendet und gemeinsam diskutiert. Im letzten Schritt reflektieren die Lernenden die politischen Konsequenzen der Befürwortung des Rätesystems und der Ablehnung der Vermischung von öffentlicher und privater Sphäre. Sie erörtern die moralischen Konsequenzen, die diese Vermischung im Terrorregime hat. Die Schülerinnen und Schüler überprüfen ihre Begriffe und erkennen dabei, wie sie durch diese fehlgeleitet werden können. Sie gewinnen ein Verständnis von Politik, das über naturalistisches Herrschen und Beherrscht werden hinausgeht. Zugleich lernen sie auch die Defizite dieses Verständnisses kennen und unterziehen es einer Kritik. Wie sollen wir mit Gewalt umgehen angesichts der immensen Zerstörungskraft moderner Waffen? Wie stehen wir zu Macht und Autorität nach den erschütternden totalitären Erfahrungen des 20. Jahrhunderts? Wie sieht ein friedliches, aber machtvolles politisches Gemeinwesen aus, in dem es sich gut leben lässt? In ihrem Text "Macht und Gewalt" stellt sich Hannah Arendt ähnliche Fragen wie die protestierenden Studenten der 68er Bewegung, kommt jedoch zu völlig anderen Antworten. Hannah Arendt befasste sich mit Fragen des Umgangs mit NS-Verbrechern ebenso wie mit der Black-Power Bewegung und den 68er-Protesten. Zentrale Begriffe wie "Macht" und "Gewalt" werden dem Vorverständnis der Lernenden gegenübergestellt und ihre besondere Schlagrichtung bei Arendt erkannt und diskutiert.
# 68-ger Bewegung
# politisches Engagement
# Banalität des Bösen
# Jean Paul Sartre
# Rudi Dutschke
