Uwe Timm ist drei Jahre alt, als er seinen Bruder verliert, der 1943 seinen Verletzungen im Russ-landfeldzug erliegt. Dennoch ist der Bruder immer anwesend – in den Äußerungen der Eltern, in den Vergleichen, die gezogen werden mit ihm, Timm, dem Jüngeren. Wer war dieser Karl-Heinz wirklich? Erst nach dem Tod seiner Eltern gelingt es Uwe Timm, sich dem Bruder zu nähern. Seine Recherche war dabei auch mit Angst durchsetzt: Könnte sie zutage fördern, dass der Bru-der an Verbrechen beteiligt war? Die Lernenden erschließen Timms autobiografische Erzählung als Auseinandersetzung mit Familiengeschichte, Nationalsozialismus und Erinnerungskultur. Sie analysieren Erzählstruktur, Figurenverhältnisse und Sprache sowie den Umgang mit Schuld, Ver-drängung und gesellschaftlicher Aufarbeitung. Methodische Schwerpunkte bilden dabei Textlu-pen, Textvergleiche sowie die Nutzung wissenschaftlicher Sachtexte für die literarische Interpre-tation.
Leseprobe ansehenGymnasium
Deutsch
11. | 12. | 13. Klasse
13 Unterrichtsstunden





