Wozu Gemeinschaft im Glauben gut ist - Jeder ist ein Teil des Ganzen

Wozu Gemeinschaft im Glauben gut ist

Grundschule

Grundschule

1. | 2. Klasse

4 - 5 Unterrichtsstunden

Beschreibung

Gemeinschaft – in ihr lebt jeder von uns mit seiner individuellen Art und seinen besonderen Begabungen, die sich von denen der anderen Mitglieder unterscheiden. Das Zusammenleben kann schön und bereichernd sein, birgt aber auch Potenzial für Auseinandersetzungen und Konflikte. In dieser Unterrichtseinheit erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Toleranz gegenüber dem „Verschiedensein“ und ein guter Umgang miteinander von großer Relevanz für eine Gemeinschaft und die Gesellschaft sind und gelernt werden kann.
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# Religion
# Zusammenleben
# Gemeinschaft
# Toleranz
# Glaube
# Paulus

Kompetenzen

Klassenstufen:1 und 2
Dauer:ca. 5 Unterrichtsstunden
Kompetenzen:Die ethische Kompetenz verbessern; Konfliktlösung, Achtsamkeit und Respekt üben
Thematische Bereiche:Zusammenleben, Gemeinschaft, Toleranz, Glaube, Paulus
Medien:Arbeitsblätter, Texte, Bilder

Inhaltsangabe

1. Stunde

Thema:Ich bin ich und wer bist du? – Wie wir uns besser kennenlernen
Einstieg:L stellt den SuS Aufgaben, die mit ihren Eigenschaften zu tun haben, z. B.: „Stellt euch alle der Größe nach sortiert auf.“ Dann werden die Definitionen genauer, z. B.: „Alle, die mindestens schulterlanges Haar haben, bleiben stehen, bis auf die, die ein weißes T-Shirt anhaben.“ In der Art wird weiter verfahren, bis nur noch ein Kind stehenbleibt. Die anderen wiederholen alle Eigenschaften, die auf dieses Kind zutreffen.
Fazit: „Je mehr man über eine Person weiß, desto genauer kann man sie beschreiben. Aber dennoch reichen diese (äußerlichen) Beschreibungen nicht aus, um die Person wirklich gut zu kennen.“
Hauptteil:
M 1 (AB)So bin ich / Die SuS füllen einen Fragebogen zu ihren Eigenschaften und Vorlieben aus.
L sammelt die Fragebögen mit Einverständnis der SuS ein und liest einzelne vor. Die Klasse soll erraten, um welches Kind es sich handelt.
Die SuS finden sich in Kleingruppen zusammen und erledigen die Aufgaben bei M 2.
M 2 (AB)So sind wir / Auch hier geht es darum, Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen.
Abschluss:Austausch zu den Einzel- bzw. Gruppenaufgaben.

2. Stunde

Thema:Ein Körper mit vielen Gliedern – Jeder ist wichtig
Vorbereitung:Drei bis vier Puzzles (möglichst mit großen, wenigen Teilen) bereitlegen und von jedem Puzzle ein Teil entfernen.
Einstieg:Die SuS bilden drei bis vier Gruppen und erhalten je ein Puzzle. Sie sollen es zusammensetzen und werden schnell merken, dass es nicht komplett ist, und dies bestimmt kundtun.
L nutzt die Reaktion als Gesprächsanlass:
  • „Ihr habt gleich gemerkt, dass ein Puzzleteil fehlt. Warum hat euch das gestört?“
  • „Wie ist das, wenn etwas nicht komplett ist?“
Hauptteil:L stellt den SuS die Figur des Paulus vor (entweder als Handpuppe/Egli-Figur oder Erzählfigur bei M 3): „Auch Paulus hat sich schon vor langer Zeit darüber Gedanken gemacht, wie es ist, wenn ein großes Ganzes nicht komplett ist.“
M 3 (BD)Erzählfigur Paulus
M 4 (TX)Paulus erzählt: Alle Teile gehören zusammen / Vorlesen des Textes und anschließendes Gespräch darüber.
M 5 (AB)Wer ist wofür zuständig? / Die SuS ordnen den Körperteilen Zuständigkeiten und Fähigkeiten zu.
Abschluss:Besprechen der Ergebnisse und Fazit: „Manchmal kommt vielleicht ein Sinnesorgan oder ein Körperteil stärker zur Geltung als die anderen, aber um unsere Umwelt wahrnehmen und uns zurechtfinden zu können, brauchen wir die Einheit unserer Körperteile.“
Zur Veranschaulichung bekommt ein Kind zum Beispiel die Augen verbunden, ein anderes die Hände zusammengebunden. Beide Kinder müssen nun versuchen, einen Gegenstand von A nach B zu transportieren, sich eine Jacke anzuziehen oder sich die Schuhe zu binden usw.
Benötigt:ggf. 1 Handpuppe/Eglifigur, 1 Augenbinde/Tuch, 1 Gegenstand, 1 Jacke o. Ä.

3. Stunde

Thema:Einer für alle, alle für einen – Bewegungs- und Kooperationsspiele
Vorbereitung:Zur Durchführung dieser Stunde wird Platz (z. B. ein Hallendrittel in der Sporthalle oder der Pausenhof) benötigt. Dies muss ggf. im Vorfeld mit anderen Kolleginnen und Kollegen abgesprochen werden.
Hauptteil:Bei den folgenden Bewegungsspielen sind Teamgeist und Kooperation gefragt. Die SuS erkennen, dass sie die gestellten Aufgaben nur gemeinsam lösen und so das Ziel erreichen können.
M 6 (AL)Gemeinsam erreichen wir das Ziel
Abschluss:Die SuS tauschen sich dazu aus, wie sie die Spiele und die Anforderungen erlebt haben.
Benötigt:1 Langbank, 1 Gymnastikreifen und 2 kleine Matten (alternativ mehrere Teppichfliesen oder Zeitungspapier) pro Gruppe

4. Stunde

Thema:Jeder von uns ist wichtig – Gesehen werden in einer Gemeinschaft
Vorbereitung:Jedes Kind bekommt einen Zettel und schreibt seinen Namen darauf. Die Zettel werden in einer kleinen Box aufbewahrt. Außerdem den Umriss eines Baumes auf einen großen Tonpapierbogen aufmalen.
Einstieg:Die SuS bilden einen Sitzkreis. Ein Kind startet und zieht einen Namenszettel aus der Box. Es liest den Namen vor und sagt etwas Positives/Lobendes über das Kind. Die Box macht dann die Runde durch den Kreis.
Hauptteil:
M 7 (TX)Paulus erzählt: Auch wir gehören zusammen / Lesen der Geschichte und anschließendes Gespräch über Begabungen und Talente.
Die SuS gestalten einen „Gemeinschaftsbaum“ fürs Klassenzimmer: Dazu kleben sie ihre Namenszettel in die Äste des aufgezeichneten Baumes (siehe Vorbereitung), schreiben eine Begabung/Eigenschaft von sich in die Vorlage (M 8) und kleben diese zu ihrem Namen auf den Baum.
M 8 (VL)Jeder kann etwas gut
Abschluss:Betrachten des Plakats und Austausch dazu.
M 9 (LN)Hände können fassen / Singen des Liedes.
Benötigt:1 Zettel und Stift pro Kind, 1 großer Bogen Tonpapier, Scheren, Klebstoff

5. Stunde

Thema:Gott ist mitten unter uns – Glauben in Gemeinschaft
Einstieg:L verweist auf den Gemeinschaftsbaum aus der vorherigen Stunde. Nun betrachten die SuS das Bild des Baums bei M 10 (zunächst mit abgedeckten Wurzeln).
M 10 (BD)Was braucht ein Baum zum Leben?
Gesprächsimpulse:
  • „Ihr seht den Stamm, die Äste und die Blätter des Baums. Doch was braucht der Baum noch zum Leben?“ (Er braucht Wurzeln.)
  • „Wozu braucht der Baum Wurzeln?“ (Nur durch sie kann der Baum überhaupt wachsen und gedeihen. Sie versorgen ihn mit Wasser und geben ihm Halt. So kann er zum Beispiel auch heftigen Stürmen standhalten.)
Hauptteil:
M 11 (TX)Paulus erzählt: Was braucht ein Mensch zum Leben? / Lesen der Geschichte und Besprechung vor allem des letzten Abschnitts: Es werden gemeinsam Beispiele gesammelt, wie die SuS Gottes Liebe erkennen können.
Die Stichwörter können mit einem dicken Stift an/unter die Wurzeln des Gemeinschaftsbaums (siehe Plakat aus Stunde 4) geschrieben werden.
M 12 (AB)Du bist ein Teil der Gemeinschaft / Die SuS überlegen, was sie für die (Klassen-)Gemeinschaft tun können und gestalten die Vorlage weiter aus.
Abschluss:Betrachten und Besprechen der Ergebnisse.
Benötigt:Buntstifte, ggf. 1 Dokumentenkamera o. Ä.

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