Edvard Griegs "Peer Gynt" - Eine abenteuerliche musikalische Reise

Edvard Griegs "Peer Gynt"

Grundschule

Grundschule

3. | 4. Klasse

4 Unterrichtsstunden

Beschreibung

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens begibt sich der Lügenbold und Bauernsohn Peer Gynt in Edvard Griegs Bühnenmusik zum gleichnamigen Gedicht von Henrik Ibsen auf eine spannende Reise. Ihre Klasse entdeckt aus Film und Werbung bekannte Melodien wie die "Morgenstimmung" und "In der Halle des Bergkönigs" und erfährt, wie Musik Stimmungen und Geschichten vermittelt. Mit Bewegungs- und Klangimprovisationen sowie Malerei und Rollenspiel erleben die Kinder musikalische Gestaltung aktiv. So fördert die Unterrichtseinheit neben der Hörerziehung auch die kreative Ausdrucksfähigkeit und kulturelle Bildung.
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Kompetenzen

Klassenstufe:3 bis 4
Dauer:ca. 4 Unterrichtsstunden
Kompetenzen:Hörwahrnehmung verbessern; Musik als Ausdrucksmittel nutzen
Thematische Bereiche:Edvard Griegs „Peer-Gynt-Suite Nr. 1“, klangliche und szenische Umsetzung einer Bühnenmusik
Medien:Texte, Bilder, Beobachtungsbogen
Hörbeispiele:Track 1: Morgenstimmung, Track 2: In der Halle des Bergkönigs, Track 3: Anitras Tanz
Fächerübergreifend:Deutsch: szenisches Spiel, Erstellen eines Steckbriefes, kreatives Schreiben, Comic; Kunst: Stimmungsbilder malen, Comic, Schattentheater; Sport: tanzen, sich intuitiv zur Musik bewegen, Sonnengruß (Yoga), Fangspiele („Wer hat Angst vorm großen Troll?”)

Inhaltsangabe

1. Stunde

Thema:Morgenstimmung
Einstieg:SuS versammeln sich im Sitzkreis; L spielt T 1 (Morgenstimmung) ab, ohne den Titel zu nennen; SuS lauschen.
M 2 (WK)Musik beschreiben – Stimmungskarten / Mithilfe der Karten äußern sich SuS zu ihren Höreindrücken.
Erarbeitung:Du hast bestimmt schon Steckbriefe über Menschen ausgefüllt. Auch Musikstücke kannst du mit einem Steckbrief beschreiben. Dein Musik-Steckbrief unterscheidet sich aber vielleicht ein bisschen von den anderen aus der Klasse, weil du die Musik anders wahrnimmst.
M 1 (VL)Steckbrief zum Musikstück / Zurück am Platz halten SuS ihre Eindrücke auf der Steckbrief-Vorlage fest; anschließend gestalten sie während eines weiteren Hördurchgangs ein Bild zum Lied.
Das Musikstück heißt „Morgenstimmung“. Es beschreibt einen Sonnenaufgang in Marokko. Das Stück ist Teil der „Peer-Gynt-Suite“ von Edvard Grieg. Diese hat er zu einem Gedicht von Henrik Ibsen komponiert, damit man die Geschichte aufführen konnte.
M 5 (TX)Einordnung Geschichte / L erzählt die Geschichte Peer Gynts anhand des Textes; dabei lässt sie SuS zu Wort kommen.
M 6 (TX)Infokarten Handlung und Instrumentierung / Paarweise füllen SuS die restlichen Lücken auf dem Steckbrief anhand der Infokarten aus.
M 4 (BK)Instrumente / Kinder mit wenig Instrumentenerfahrung kleben die Bilder ein, statt nur den Namen des Instruments aufzuschreiben.
M 7 (AL)Bewegungsideen / SuS bewegen sich anhand einer ausgewählten Bewegungsidee zum Stück.
Abschluss:M 8 (LT)Gemeinsames Singen zur Melodie, ggf. untermalt von einer Bewegungsidee.
Benötigt:
  • CD-Player, T 1
  • Vergrößerte Karten M 2 und 3
  • M 6 im halben Klassensatz; ggf. M 4

2. Stunde

Thema:In der Halle des Bergkönigs
Einstieg:M 1 (VL)SuS betrachten in einem Museumsrundgang die Bilder auf den Steckbriefen; anschließend moderiert L einen Austausch über die treffendsten Bilder.
Erarbeitung:Wir hören jetzt noch ein Stück aus „Peer Gynt“. Ihr erinnert euch bestimmt noch, dass Peer Gynt ins Reich der Trolle geraten ist. Hört genau zu. Wie klingt so ein Troll wohl?
L spielt T 2 (In der Halle des Bergkönigs) an; SuS äußern sich, wie sie sich einen Troll vorstellen.
Einigen SuS ist das Stück möglicherweise aus der Filmmusik zum Film „Trolls“ bekannt. Nutzen Sie den Bezug und finden Sie gemeinsam Unterschiede der Filmdarstellung zu Ibsens/Griegs Werk. Ibsen orientiert sich bei seinen Trollen an den norwegischen Mythen. Seine Trolle sind grünhäutig, einäugig und haben einen Schwanz.
M 3 (WK)Musik beschreiben – Tempo und Dynamik / L spielt T 2 (In der Halle des Bergkönigs) nun als Ganzes ab; mithilfe der Karten äußern sich SuS, welche Szene sich hinter der Musik verbergen könnte.
M 5 (TX)Einordnung Geschichte / L verrät den Titel und stellt im UG die Handlung vor; beim erneuten Hören wird den SuS deutlich, wie die lauter und schneller werdende Musik die Gefahr und die Verfolgungsjagd darstellt.
M 1 (VL)Steckbrief zum Musikstück / SuS füllen wieder einen Steckbrief zum Stück aus; ggf. nutzen sie dabei die Infokarte M 4 und die Instrumente M 5.
M 10 (AL)Bewegungsideen / SuS stellen eine ausgewählte Szene pantomimisch dar.
M 9 (VL)Gesucht! / Schnell arbeitende SuS erstellen ein Gesucht!-Poster zum verschwundenen Peer Gynt und präsentieren es der Klasse.
Abschluss:SuS hören einer oder mehr moderne Versionen (Reihenfolge wie bei den Medienhinweisen), erraten das Original und äußern sich dazu.
Benötigt:
  • CD-Player, T 2
  • Vergrößerte Karten M 2 und 3
  • M 6 im halben Klassensatz; ggf. M 5

3. Stunde

Thema:Anitras Tanz
Einstieg:SuS versammeln sich im Sitzkreis; L legt die Requisiten aus.
Was seht ihr? Was könnten diese Gegenstände mit der Geschichte „Peer Gynt“ zu tun haben?
Die Kinder äußern ihre Vermutungen.
Erarbeitung:L spielt T 3 (Anitras Tanz) ab; durch die Gegenstände haben SuS möglicherweise schon eine Vorstellung, wo sich die Szene abspielen könnte.
M 5 (TX)Einordnung Geschichte / L verrät den Titel und stellt im UG die Handlung vor; dabei bleibt wieder Raum für SuS zum Mitdenken.
M 1 (VL)Steckbrief zum Musikstück / SuS füllen wieder einen Steckbrief zum Stück aus; ggf. nutzen sie dabei die Infokarte M 6 und die Instrumente M 4.
M 11 (AL)Bewegungsideen / SuS stellen paarweise Anitras Tanz dar, bei dem sie Peer Gynt unbemerkt eine Goldmünze aus der Tasche entwendet.
Welchem Team gelingt es am überzeugendsten, den Taschendiebstahl darzustellen? Lassen Sie die restliche Klasse abstimmen.
Kinder, die sich mit der Choreografie schwertun, können Anitras Vater, den Scheich, spielen, der Peer Gynt reichlich bewirtet, oder die Rolle der Musizierenden übernehmen, die auf Geheiß des Scheichs zu Anitras Tanz spielen.
Abschluss:Abschließend bewegen sich SuS frei zur Musik, wobei sie auch die eingangs vorgestellten Requisiten wie Tücher oder Glockenbänder nutzen können.
Benötigt:
  • CD-Player, T 3
  • Requisiten: Rasseln, Trommeln, bunte Tücher, Glockenbänder, Armreifen, Sitzkissen, ein Goldstück
  • M 4 im halben Klassensatz; ggf. M 5
  • Platz für Bewegung
  • Je Paar eine gebastelte Münze aus Papier

4. Stunde

Thema:Stimmungen vertonen
Einstieg:L zeigt einen an die Klasse adressierten Umschlag.
Erarbeitung:Schaut mal, wir haben Post bekommen! Von wem der Brief wohl ist? [zieht Brief aus dem Umschlag] Oh, da ist ja wirklich ein Brief drin. Wer möchte ihn vorlesen?
M 12 (TX)Brief von Henrik Ibsen / Der Brief wird abschnittsweise gelesen und besprochen; Henrik Ibsen bittet darum, dass Edvard Grieg und/oder Ihre Klasse passende Musik zu seinem Gedicht komponiert; gemeinsam wird beschlossen, der Bitte nachzukommen.
M 13 (AL)Unsere eigene Peer-Gynt-Vertonung / L teilt die Klasse in Gruppen à 4–5 SuS ein; jede Gruppe wählt eine der drei Szenen und vertont die gewünschte Stimmung anhand der Anleitung mit Alltagsgegenständen oder Orff-Instrumenten; als Hilfsmittel können die Gruppen sowohl die Beschreibung im Brief als auch die entsprechenden Musik-Steckbriefe nutzen.
Achten Sie darauf, dass jede Szene mindestens einmal bearbeitet wird.
M 14 (SP)Peer Gynts große Reise / Zur inhaltlichen Vertiefung kann je eine Gruppe (alternativ alle SuS teamweise) das Peer-Gynt-Spiel auf dem Spielplan M 14 spielen, hierzu würfeln sie und bewegen ihre Spielfiguren um die gewürfelte Augenzahl vorwärts; auf dem schwarzen Feld bringt sich die Spielfigur vor der einstürzenden Halle in Sicherheit und zieht ein Feld rückwärts.
M 15 (TX)Peer-Gynt-Spiel – Ereigniskarten / Wer auf einem Ereignisfeld landet, befolgt die entsprechende Anweisung; falls angegeben, wird 1 Feld vor- bzw. zurückgezogen oder ausgesetzt.
M 16 (TX)Peer-Gynt-Spiel – Quizkarten / Wer auf einem Feld mit dem entsprechenden Symbol landet, beantwortet eine Frage; diese liest möglichst ein anderes Kind vor, damit die Antwort nicht zu früh gesehen wird. 
Abschluss:Abschließend spielen alle Gruppen ihre Vertonung vor, ohne die Szene zu verraten; die zuhörenden SuS versuchen, die gewählte Szene zu erraten und halten den entsprechenden Steckbrief mit Bild zum Stück hoch; im UG wird gemeinsam reflektiert, welche Aufführungen die Stimmung besonders gut transportiert haben und warum.
Benötigt:
  • Briefumschlag mit M 12
  • Alltagsgegenstände/Orff-Instrumente
  • Für das Spiel: ca. 4–5 Spielfiguren, Würfel, ausgeschnittene und ggf. laminierte Quiz- und Ereigniskarten, CD-Player, T 1–3

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