Klettern, Schwingen, Springen und sicheres Landen - Ganz schön mutig!

Klettern, Schwingen, Springen und sicheres Landen

Grundschule

Grundschule

3. | 4. Klasse

4 - 6 Unterrichtsstunden

Beschreibung

Mutproben im Sportunterricht – so lautet das Motto dieser Unterrichtseinheit. Es werden Stationen zum Klettern, Schwingen, Balancieren und Springen aufgebaut, von den Schülerinnen und Schülern individuell getestet und als „gute“ oder „schlechte“ Mutprobe bewertet. Das Herantasten an und Überwinden von Ängsten und eigenen Grenzen ist eine wichtige Erfahrung für die Kinder. Aber: Es gibt kein „Muss“ – auch „Nein-Sagen“ ist erlaubt und erfordert Mut.
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Kompetenzen

Klassenstufen:3 und 4
Dauer:4–6 Unterrichtsstunden
Kompetenzen:eigene Stärken und Schwächen realistisch einschätzen, Zusammenhänge zwischen persönlicher Anstrengung und Zielerreichung wahrnehmen, mit Ängsten und deren Überwindung umgehen, mögliche Gefahren abschätzen und „Nein“ sagen können
Thematische Bereiche:Gerätturnen, Geräteparcours, Klettern, Hangeln, Balancieren, Schwingen, Springen und sicheres Landen
Medien:Arbeitsblätter, Übungs- und Stationskarten, Mut-Orden
Zusatzmaterial:Farbseite (M 1)

Inhaltsangabe

Legende

L: Lehrkraft; SuS: Schülerinnen und Schüler

1. Stunde

Thema:Warum Mutproben? – Mutproben und Nein-Sagen thematisieren
Es bietet sich an, die folgende Stunde zur Einstimmung in das Thema im Klassenzimmer durchzuführen.
Einstieg:L zeigt den SuS die Bilder (ohne Überschrift) bei M 1 und lässt sie dazu assoziieren. (Man braucht Mut dazu, man muss seine Angst überwinden usw.)
M 1Ganz schön mutig!
Alternativ liest L eine kurze Geschichte/Passage zum Thema „Mutproben“ vor (siehe Literatur bei den Medienhinweisen auf Seite 4).
Hauptteil:Es wird gemeinsam überlegt, warum man Mutproben überhaupt macht.Mögliche Antworten:
  • Sich und/oder anderen Mut beweisen;
  • um in eine Gruppe aufgenommen zu werden;
  • ausprobieren, wie weit man gehen kann / was man schafft;
  • sein Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl steigern;
  • eigene Fähigkeiten und Grenzen erkennen und erweitern.
„Mutproben können uns aber nicht nur fordern, sondern auch überfordern bzw. sogar gefährlich sein. Was spricht dafür, was dagegen, eine Mutprobe anzunehmen?“Pro:
  • Selbstbestätigung/Selbstbewusstsein stärken.
  • Man kann stolz auf sich sein.
  • Die Gruppe unterstützt und spricht einem Mut zu.
  • Man ist Teil einer Gemeinschaft.
Contra:
  • Es kann gefährlich sein (Unfall/Verletzung).
  • Der Druck von der Gruppe kann belastend sein.
  • Man macht etwas, das man eigentlich nicht will.
„Wie könnte man auf die Herausforderung zu einer Mutprobe reagieren?“ (Mitmachen, obwohl man eigentlich gar nicht will, oder „Nein“ sagen.)„Auch Nein-Sagen kann Mut erfordern.“
Abschluss:
M 2Was sind Mutproben? / Die SuS beantworten die Fragen und tauschen sich danach, wenn sie dies möchten, dazu aus.
L kann die Arbeitsblätter einsammeln, um einen ersten Eindruck von den Vorerfahrungen der SuS zu erhalten.
Benötigt:1 Stift pro Kind, ggf. 1 Dokumentenkamera o. Ä.

2./3. Stunde

Thema:So ähnlich wie ein Stunt – Sicheres Landen und Abrollen lernen
Aufwärmen:„Mattenlauf“: Es liegen möglichst viele kleine Matten in der Halle verteilt aus. Die SuS laufen zu Musik – in unterschiedlichem Tempo und verschiedenen Fortbewegungsarten (z. B. Hopserlauf/Seitgalopp/Krebsgang) – um die Matten herum. Bei Musikstopp sollen sie auf einer kleinen Matte eine Rolle vorwärts/rückwärts und auf der Weichbodenmatte viele kleine Trippelschritte machen.
Hauptteil:L verweist auf die Inhalte der vorherigen Stunde und teilt den SuS mit, dass sie heute das Springen und sichere Landen üben, damit sie in den folgenden Stunden für weitere Herausforderungen gewappnet sind.
M 3Sicher abrollen / Die SuS führen zunächst die Vorübungen zum Fallen und Abrollen durch.
M 4Richtig fallen will gelernt sein / Diese Hinweise dienen L als Hilfe und Basiswissen.
M 5Springen und Landen an Stationen / Die SuS führen die Übungen in Kleingruppen durch.
Abschluss:Reflexion:
  • Wie waren die Sprünge und die Landungen für euch?
  • Für welche Sprünge brauchtet ihr viel Mut, welche sind euch leicht gefallen?
  • Konntet ihr auch „Nein“ sagen? Wenn ja, wie war das?
Benötigt:1 Musikanlage und Musik, mehrere kleine Matten / 1 Bodenläufer, 2–3 Weichbodenmatten, 1 Niedersprungmatte, 1 Hütchen, 2 Sprossenwände, 3 große Kästen

4./5. Stunde

Thema:Bist du mutig? – Klettern, Schwingen und Balancieren an Geräten
Aufwärmen:„Minuten-Fange“: Es werden 2–3 Fängerkinder bestimmt. Diese sollen versuchen, innerhalb einer Minute möglichst viele Kinder zu fangen (sie merken sich die Zahl). Die Abgeschlagenen dürfen trotzdem weiter mitspielen. Nach Abpfiff werden die Ergebnisse der Fänger als Punkte zusammengezählt. Dann kommen drei neue Fänger an die Reihe, die versuchen, das Ergebnis ihrer Vorgänger zu überbieten.
Einstieg:L lässt die SuS die wichtigsten Regeln zum sicheren Landen wiederholen und stellt die neuen Stationen (M 7) vor.
Hauptteil:
M 6Klettern, Schwingen und Springen an Stationen
Abschluss:Reflexion: Die SuS dürfen erzählen, wie es ihnen mit den Übungen erging, und ggf. einzelne „Mutproben“ zeigen.
M 7Dein bärenstarker Mut-Orden / L überreicht den SuS einen Mut-Orden.
Benötigt:2–3 Parteibänder, mehrere kleine Matten, 1 Weichbodenmatte, 4 große Kästen, 1 kleiner Kasten, 1 Stufenbarren, Taue, Ringe, 3 Langbänke, 1 Ball

6. Stunde

Thema:Was sind „gute“ und „schlechte“ Mutproben? – Kriterien finden und reflektieren
Wie die Einstiegsstunde kann diese Abschlussstunde ebenfalls im Klassenzimmer stattfinden.
Einstieg:„Ihr habt in den letzten Sportstunden viele schwierige Aufgaben gelöst, die euch aber bestimmt auch Spaß gemacht haben und bei denen ihr eure Fähigkeiten und euren Mut testen konntet. Das waren also „gute“ Mutproben. Es gibt aber auch „schlechte“ Mutproben (vgl. Anfangsgeschichte aus „Vorstadtkrokodile“, wo Hannes beinahe vom Dach gestürzt wäre und es hätte tödlich enden können). Woran erkennt man eine solche Mutprobe?“
Hauptteil:Mögliche Antworten:
  • Die Herausforderung ist zu gefährlich. Es könnte sich ein (tödlicher) Unfall ereignen, man könnte sich dabei verletzen.
  • Andere Menschen (Eltern, Freunde) könnten Ängste ausstehen, sich große Sorgen machen oder müssen evtl. die Verantwortung übernehmen, wenn etwas passiert.
  • Der Druck der Gruppe ist so groß, dass man sich nicht mehr wohl fühlt, sondern gezwungen/erpresst wird und als Feigling dasteht.
Fazit:Mutproben können Spaß machen, cool sein und unsere Fähigkeiten zeigen lassen, aber man muss zuvor überlegen, was passieren kann, und abwägen, ob es das Risiko wert ist und man evtl. nicht eher etwas zerstört (Vertrauen, Freundschaften usw.).
Abschluss:
M 8Gute und schlechte Mutproben / Die SuS beantworten die Fragen und tauschen sich dann aus.
Benötigt:1 Stift pro Kind

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