Über Frieden nachdenken - Frieden beginnt bei uns

Über Frieden nachdenken

Grundschule

Grundschule

3. | 4. Klasse

9 Unterrichtsstunden

Beschreibung

In dieser Unterrichtseinheit gehen die Schülerinnen und Schüler der zentralen Frage nach, was Frieden (für sie) bedeutet, woher das Gute kommt, warum es das Böse gibt u. v. m. Sie lernen Personen aus der Geschichte mit kleinen und großen Träumen kennen, die sich für eine bessere Welt einsetzten und einsetzen. Die Kinder überlegen, wie auch sie dazu beitragen können, die Welt zu verändern – und sei es nur mit kleinen Schritten, Worten und Taten.
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# Religion
# Frieden
# Zusammenleben
# Konfliktlösung
# Achtsamkeit

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Kompetenzen

Klassenstufen:3 und 4
Dauer:ca. 9 Unterrichtsstunden
Kompetenzen:Positionen zu Fragestellungen einnehmen und begründen; Religion im Alltag wahrnehmen; ethische, soziale und personale Kompetenz entwickeln
Thematische Bereiche:Zusammenleben, Konfliktlösung, Frieden, Achtsamkeit, Lernen am Vorbild, Selbstvertrauen
Medien:Arbeitsblätter, Texte, Malvorlagen

Inhaltsangabe

1./2. Stunde

Thema:Was bedeutet Frieden für dich?
Vorbereitung:M 2 pro Gruppe auf DIN-A3-Format kopieren.
Einstieg:
M 1 (TX)Der Garten des Friedens – Eine Fantasiereise / L leitet die Fantasiereise an.
Anschließend findet im Sitzkreis ein Gespräch über die Fantasiereise statt. Das anstehende Thema „Frieden“ wird genannt und die SuS dürfen ihre Gedanken, Gefühle und Vorstellungen dazu äußern.
Hauptteil:
M 2 (VL)Frieden bedeutet für mich … / Die SuS finden positive Formulierungen.
Die Gruppenarbeit findet mit der Placemat-Methode statt: Die SuS gehen in Vierergruppen zusammen und erhalten jeweils M 2. Hier füllt jedes Gruppenmitglied das freie Feld vor sich aus. Anschließend werden die Ergebnisse innerhalb der Gruppe zusammengetragen und im leeren Kasten in der Mitte wird das Wichtigste festgehalten. Anschließend werden die Gruppenergebnisse im Plenum besprochen und im Klassenzimmer aufgehängt.
M 3 (VL)Wir gestalten eine Friedenstaube / Die SuS malen die Vorlage bunt aus und/oder schreiben hinein, was Frieden für sie bedeutet.
Die SuS können die Ergebnisse ihrer eigenen Gruppe oder die der anderen von M 2 nutzen.Die fertigen Friedenstauben werden von L eingesammelt und bis zum Ende der Unterrichtseinheit für die Friedensausstellung aufbewahrt.
Abschluss:Abschlussritual, siehe M 4.
M 4 (VL)Frieden beginnt bei mir / Die SuS schreiben in eines oder zwei der Herzen, womit sie heute Frieden in die Welt tragen wollen.
Benötigt:Buntstifte, Scheren

3. Stunde

Thema:Wie würdest du die Welt verändern wollen?
Einstieg:L liest den SuS den Schöpfungsauftrag (1. Mose 2, 15) vor: „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre.“
Gesprächsimpulse:
  • „Was ist der Garten Eden?“
  • „Welchen Auftrag hat der Mensch von Gott bekommen?“
  • „Was haben die Menschen Gutes getan?“
  • „Womit schaden die Menschen der Wett?“
  • „Was läuft deiner Meinung nach nicht so gut auf dieser Welt?“
Hauptteil:
M 5 (AB)Nur noch kurz die Welt retten / Die SuS bearbeiten die Aufgaben.
Die Arbeitsphase läuft mithilfe der Think-Pair-Share-Methode ab: Die SuS setzen sich mit ihren persönlichen Wünschen für die Welt auseinander (Think). Anschließend besprechen sie die Ergebnisse mit einem Partnerkind (Pair). Zum Abschluss teilen und diskutieren sie diese in einer Kleingruppe oder mit der ganzen Gruppe (Share).
Abschluss:Abschlussritual, siehe M 4.

4. Stunde

Thema:Woher kommt das Gute und warum gibt es das Böse?
Einstieg:
M 6 (AB)Woher kommt das Gute und warum gibt es das Böse? / L liest den Text vor oder er wird gemeinsam gelesen. Die SuS tauschen sich im Plenum oder zu zweit aus (siehe Aufgabe 1).
Hauptteil:Die SuS erhalten nun M 6 und formulieren ihre Gedanken zum Brief von Friedrich in einem Antwortbrief (siehe Aufgabe 2).
Die Briefe der SuS können anonym von L vorgelesen werden. Zum Abschluss kann nochmals gemeinsam über die Frage „Woher kommt das Gute und warum gibt es das Böse?“ philosophiert werden. Rainer Oberthür gibt in seinem Buch eine ausführliche Antwort dazu. Diese kann den SuS zusätzlich vorgelesen werden.Die Antwortbriefe der SuS können für die Friedensausstellung aufbewahrt werden, wenn die SuS dies möchten.
Abschluss:Abschlussritual, siehe M 4.

5.7. Stunde

Thema:Kleine Leute, große Träume
Einstieg:L liest den SuS das Buch „Nelson Mandela“ aus der Reihe „Little People, Big Dreams“ vor (siehe Medienhinweise auf Seite 3).
Gesprächsimpulse:
  • Welchen Wunsch/Traum hatte Nelson Mandela?
  • Wie hat er sich für eine bessere Welt eingesetzt?
  • Was hat ihm geholfen, seinen Traum nicht aufzugeben?
  • Was können wir von Nelson Mandela lernen?
  • Was denkst du darüber und welche Gefühle löst die Geschichte in dir aus?
Hauptteil:L erklärt den SuS, dass es viele Menschen gab/gibt, die den Traum hatten/haben, etwas in der Welt zu bewegen und dabei immer an sich geglaubt und für ihren Traum gekämpft haben/kämpfen. L erläutert den Arbeitsauftrag: Recherche zur Person und die spätere Vorstellung. Die Präsentationsart dürfen die SuS selbst wählen, z. B. ein Steckbrief (siehe M 7), ein Plakat, eine digitale Präsentation, ein kurzer Vortrag o. Ä.
Es liegen weitere Bücher aus der Reihe „Little People, Big Dreams“ aus. Die SuS gehen zu zweit oder zu dritt zusammen (Expertengruppen) und dürfen sich eine der Personen aussuchen, mit der sie sich nun näher beschäftigen möchten, indem sie das entsprechende Buch lesen.Falls die Bücher nicht an der Schule vorhanden sind, kann den SuS die Aufgabe gestellt werden, im Internet zu der Person zu recherchieren.Sollte die Aufgabe zu viel Zeit in Anspruch nehmen, kann sie auch als Hausaufgabe gestellt werden.
M 7 (VL)Steckbrief zu unserer Person
Abschluss:Die Expertengruppen stellen ihre jeweilige Person vor. Nach jeder Vorstellung folgt eine kurze Besprechung zur Biografie der Person, deren Träume und Eigenschaften sowie zu den eigenen Gefühlen/Gedanken und was wir von dieser Person lernen können.
L fasst zusammen:
  • „Lass dir von niemandem einreden, dass du etwas nicht schaffst oder nicht kannst. Wenn jemand anderes etwas nicht schafft, dann sind es dessen Grenzen und nicht deine.“
  • „Sei mutig und kämpfe für das, was dir wichtig ist. Lass dich von Rückschlägen nicht unterkriegen; sie gehören dazu und machen dich letztlich noch stärker.“
  • „Vertrauen ist das Schlüsselwort – Vertrauen in dich selbst, Vertrauen in das Leben und Vertrauen in Gott, dass er dir hilft.“
Die Ergebnisprodukte sowie die Zitate (siehe M 8) können für die Friedensausstellung aufbewahrt werden. Vielleicht finden die Expertengruppen auch ein Zitat zu ihrer Person.
Benötigt:verschiedene Bücher der Reihe „Little People, Big Dreams“ (z. B. Nelson Mandela, Rosa Parks, Anne Frank, Mahatma Gandhi, Maria Montessori, Martin Luther King, Michelle Obama usw.), ggf. Tablets mit Internetzugang, große Bögen Tonpapier usw.

8. Stunde

Thema:Wir bringen Frieden in die Welt
Vorbereitung:Ggf. die Zettel M 10 mehrmals auf buntes Papier kopieren.
Einstieg:Gesprächsimpuls:„Stell dir vor, du könntest allen Menschen auf der Welt sagen, wie wichtig dir Frieden ist und wie wir alle gemeinsam die Welt ein kleines Stück besser machen könnten. Deine Rede wird aufgenommen, im Radio veröffentlicht, im Fernsehen gezeigt und im Internet bei den Sozialen Medien geteilt. Alle Menschen können so deine Rede lesen oder hören. Was würdest du ihnen sagen wollen?“
Die Ideen der SuS können zunächst mündlich oder mit Stichwörtern an der Tafel gesammelt werden.
Hauptteil:
M 9 (AB)Meine Friedensrede / Die SuS machen sich Notizen zu ihrer Friedensrede und nehmen sie anschließend mit dem Tablet auf oder halten sie schriftlich fest.
Für die Friedensausstellung können die schriftlichen Reden schön gestaltet werden und die digital aufgenommenen als QR-Codes generiert werden, sodass sie später von den anderen SuS angehört werden können.
M 10 (AB)Frieden to go / Die SuS beschriften die Abreißzettel mit liebevollen und bestärkenden Sprüchen (und verzieren sie ggf. mit passenden Motiven).Mögliche Sprüche:
  • Du darfst deine Meinung sagen.
  • Du bist einzigartig und wichtig.
  • Eine Portion Frieden für dich!
  • Lächle und die Welt verändert sich. (Buddha)
  • Du bist du und ich bin ich – und das ist gut so.
  • Habe Vertrauen in dich, in das Leben und in Gott.
Usw.
Die Zettel können in der Friedensausstellung aufgehängt werden und auch über den Religionsunterricht hinaus in der Klasse oder in der ganzen Schule zum Einsatz kommen. So tragen die SuS den Frieden auch nach außen.
Abschluss:Gemeinsames Betrachten der Friedensausstellung. Die SuS tauschen ihre Eindrücke, Gefühle und Gedanken dazu aus.
Die SuS können auch nochmals das Arbeitsblatt M 5 hernehmen und es ggf. ergänzen/anpassen.
Benötigt:Tablets mit Aufnahmefunktion, Scheren, Buntstifte usw.

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