Logo Raabe

Wetter in der Grundschule: Sonne, Hitze und Schatten verstehen

07.08.2026
4 Minuten
Grundschule

Naturphänomene kindgerecht erklären und mit Experimenten entdecken

Sonne, Hitze und Schatten prägen den Alltag von Kindern – und bieten großes Lernpotenzial. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Wetterphänomene kindgerecht vermitteln, Kompetenzen fördern und mit einfachen Experimenten nachhaltiges Lernen ermöglichen.

Kinder rennen und springen auf einer sonnigen Wiese.  Man sieht auch ihre Schatten.

© StockPlanet auf Getty Images

Den passenden Anlass finden

Ein heißer Sommertag auf dem Pausenhof: Einige Kinder suchen den Schatten, andere spielen in der Sonne, wieder andere klagen über die Hitze. Solche Situationen kennen Sie aus dem Schulalltag. Gleichzeitig bieten sie einen idealen Anlass, um mit Ihrer Klasse über Naturphänomene ins Gespräch zu kommen. Doch wie lassen sich diese naturwissenschaftlichen Themen kindgerecht erklären? Und wie gelingt es, Interesse zu wecken und gleichzeitig wichtige Kompetenzen im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fördern?

Naturwissenschaftliche Themen im Unterricht besprechen

Wetterphänomene wie Sonne, Hitze oder Schatten sind für Kinder unmittelbar erfahrbar. Genau darin liegt ihre didaktische Stärke: Sie knüpfen an die Lebenswelt der Lernenden an und ermöglichen entdeckendes Lernen. Für den Unterricht bedeutet das: Reduzieren Sie komplexe Zusammenhänge auf zentrale, kindgerecht erklärte Kernaussagen und arbeiten Sie mit anschaulichen Beispielen.

Praxis-Tipp:

Verknüpfen Sie das Thema gezielt mit BNE-Themen wie Klima und Umwelt. So lernen Kinder früh, Zusammenhänge zu erkennen und nachhaltig zu handeln.

Bei der Auseinandersetzung mit Naturphänomenen können Sie viele zentrale Kompetenzen fördern – auch über den Sachunterricht hinaus:

Fachliche Kompetenzen

Wetter beobachten und beschreiben; Naturphänomene erklären (z. B. Schattenbildung, Verdunstung); Zusammenhänge erkennen (z. B. Sonne – Hitze – Wasserkreislauf)

Methodische Kompetenzen

Experimente durchführen und auswerten; Vermutungen formulieren; Ergebnisse dokumentieren

Überfachliche Kompetenzen (BNE)

Umweltbewusstsein entwickeln; Auswirkungen von Klimawandel und extremen Wetterereignissen verstehen; Verantwortungsbewusstes Handeln (z. B. Sonnenschutz, Wassernutzung)

1/4

Experimentieren im Unterricht

Experimente sind ein zentraler Zugang, um Wetterphänomene erfahrbar zu machen. Damit ein Experiment gelingt, sollten Sie einige Grundlagen beachten. Aktivieren Sie zuerst das Vorwissen und holen Sie Vermutungen ein. Besprechen Sie Sicherheitsregeln, bevor Sie mit dem Experiment starten. Achten Sie auf eine klare Anleitung und strukturierte Abläufe. Reflektieren Sie Ergebnisse gemeinsam mit der Klasse.

Bezug zur Lebenswelt herstellen

Kinder sind von Natur aus neugierig – besonders, wenn Inhalte ihren Alltag betreffen. Nutzen Sie das gezielt. Starten Sie die Unterrichtseinheit oder die einzelnen Unterrichtsstunden mit aktuellen Wetterbeobachtungen. Lassen Sie die Kinder ihre Beobachtungen in einem Wettertagebuch festhalten. Dabei üben die Kinder gleich das Dokumentieren von Beobachtungen und können am Ende Erkenntnisse ziehen.

Einfache Experimente für den Sachunterricht

Ein Mädchen sitzt auf dem Boden und zeichnet mit Kreide einen Schatten.

1. Schatten beobachten

  • Materialien: Kreide und Sonne

  • Durchführung: Schatten eines Gegenstands zu verschiedenen Tageszeiten nachzeichnen.

  • Erkenntnis: Schatten verändert sich durch den Stand der Sonne.

Kinder halten Thermometer an den Asphalt und an einen Grasabschnitt.

2. Sonne und Wärme spüren

  • Materialien: Thermometer und verschiedene Untergründe (z. B. Gras, Asphalt)

  • Durchführung: Temperaturen der Untergründe miteinander vergleichen.

  • Erkenntnis: Oberflächen beeinflussen die Hitzeentwicklung.

Kinder sitzen am Tisch und beobachten einen mit Frischhaltefolie abgedecktes Wassergefäß. Sie beobachten das Wasser beim Verdunsten.

3. Mini-Wasserkreislauf

  • Materialien: Glas, Wasser und Frischhaltefolie

  • Durchführung: Das Gefäß abdecken und in die Sonne stellen.

  • Erkenntnis: Verdunstung und Kondensation werden sichtbar.

Kleine Phänomene, große Lernchancen

Sonne, Hitze und Schatten bieten Ihnen zahlreiche Möglichkeiten, naturwissenschaftliche Inhalte anschaulich und kindgerecht zu vermitteln. Durch Experimente und Alltagsbezug fördern Sie nicht nur Fachwissen, sondern auch Umweltbewusstsein und Handlungskompetenz. So wird Wetter nicht nur erklärt, sondern erlebt.

Vorschau des Gratisdownloads

Gratismaterial: „Wetter in der Grundschule“

Material herunterladen und direkt ausprobieren

Mit diesen kostenlosen Materialien schaffen Sie kinderleicht ein Verständnis für zentrale Naturphänomene. Die Schüler:innen lernen mit den Wort- und Bildkarten die verschiedenen Wettersymbole und -bezeichnungen kennen. Sie befassen sich mit Temperatur, UV-Strahlung und Sonnenschutz beim Ausfüllen eines UV-Tagebuchs. Differenzierte Versuche zu Licht und Schatten regen die Lernenden zum handlungsorientierten Entdecken an.